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30.06.2011 100 Jahre FCA Niederbrechen
zwei großartige Jubiläumsspiele
100 Jahre FCA Niederbrechen – zwei großartige Jubiläumsspiele
2:9 gegen den Club und 0:7 gegen den OFC
Vor insgesamt ca. 850 Zuschauern absolvierte der FCA Niederbrechen am vergangenen Wochenende anlässlich seines 100. Geburtstages gleich zwei Jubiläumsspiele.
Vor ca. 350 Zuschauern traf zunächst am Freitag die Alte-Herren Mannschaft des FCA bei freiem Eintritt auf die Traditionself des 1. FC Nürnberg und verlor mit 2:9 Toren.
Das Ergebnis war letztlich zweitrangig, doch wie die Nürnberger Spieler auf dem Platz und danach auftraten, war schon sehenswert. Die 15 Spieler zeigten auf dem von Stefan „Wiesi“ Schneider sehr gut präparierten Rasenteppich gekonnte Aktionen und ließen die FCA-Kicker doch das eine oder andere Mal ins Leere laufen. Besonders Sascha Ciric tat sich hier mit sechs Treffern hervor.
Das hohe Ergebnis täuscht aber etwas darüber hinweg, dass der FCA in der ersten Halbzeit gut mitspielte und die eine oder andere Chance hatte, ja phasenweise ebenbürtig spielte. Hätten Jochen Königstein, Christian Hafeneger und Klaus Stillger ihre Chancen besser genutzt, hätte der FCA zur Pause durchaus führen können, so lag er aber 1:2 zurück. Das Tor erzielte Jochen Königstein mit einem an dem FCA-Vorsitzenden Klaus Stillger verursachten Foulelfmeter.
Zur Pause wechselte der FCA sechs Spieler aus und das sollte sich leider rächen. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs (wiederum durch Jochen Königstein) war das System der ersten Halbzeit weg, und der Gast konnte fortan schalten und walten (hier taten sich besonders Thomas Ziemer und Dieter Eckstein hervor) und zog innerhalb weniger Minuten auf 9:2 davon.
Dem FCA gelang es nun wieder, die Abwehr zu stabilisieren und man schaffte es, bis zum Abpfiff doch noch unter einem zweistelligen Endergebnis zu bleiben.
Das Spiel wurde glänzend angesagt und moderiert von Rolf „Töppi“ Töpperwien, der zu jedem Spieler etwas zu sagen hatte und selbstverständlich wie immer mit großem Fachwissen begeisterte so z.B., dass auf dem Platz die Erfahrung von 743 Bundesligaspielen stand. Auch war mit Heinz Müller ein deutscher Meister aus 1968 dabei.
Die dritte Halbzeit hatte es auch in sich. Die Nürnberger waren schon im Auf-bruch zu einem Turnier im Rheinland, ließen sich im Vereinsheim des Werschauer SV aber immer wieder von der guten Stimmung anstecken und sangen eins ums andere Mal mit den zahlreichen Nürnberg-Anhängern das Vereinslied des Clubs.
Die Stimmung war ausgezeichnet und die Fans saßen noch einige Stunden bei-sammen. Der Club trat an mit seinem sympathischen Organisator Dieter Nüssing, Horcher, Dusek, Heinz Müller, Schneider, Bergmann, Berninger, Bernd Müller, Ciric, Ziemer, Eckstein, Denkewitz und Stotz an.
Der FCA-Vorsitzende Klaus Stillger war schon an diesem Abend hochzufrieden, nicht zuletzt aufgrund der großen Zuschauerresonanz.
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Am Sonntag traf dann die 1. Mannschaft auf die neuformierte Drittliga-mannschaft der Offenbacher Kickers und meisterte damit den sportlichen Höhepunkt des Jubiläumsjahres.
Bei wunderschönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen fanden ganz zur Freude der Organisatoren ca. 500 Zuschauer den Weg auf den Sportplatz des Werschauer SV. Dank guter Organisation und einem eigens eingerichteten Shuttle Service war der Weg hoch auf den Werschberg nur ein kleines Hinder-nis.
Nachdem sich der Großteil der Zuschauer pünktlich auf den Plätzen eingefun-den hatte, begann auch der sportliche Teil der Veranstaltung nach Plan. Das galt seitens der Kickers wohl auch für die ersten zwei Minuten der Partie, nach de-nen Lamprecht keine Zweifel zu den Kräfteverhältnissen auf dem Platz aufkom-men ließ und nach einer Ecke von Da Costa das 1:0 erzielte. Wie vorerst nicht anders zu erwarten war, waren die Gäste haushoch überlegen und ließen den Alemannen, die mit 23 Mann im Kader antraten, kaum Luft zu atmen. Dennoch war zu spüren, dass die Akteure der Heimelf mitmachen wollten bei diesem un-gleichen Kräftevergleich und sich aufopferungsvoll in jeden Zweikampf stürzten. Hin und wieder gelangen sogar Durchbrüche in die gegnerische Hälfte. Beim schnellen und sicheren Kombinationsspiel des Drittligisten kann man es den jun-gen Spielern aus Niederbrechen jedoch kaum verübeln, dass an diesem Sonntag kaum ein eigenes Spiel aufkam.
So war es unausweichlich, dass der OFC weiter davonziehen würde und folge-richtig erhöhte dieser durch Testroet etwa 15 Minuten später auf 2:0. Testroet, gerade erst von der zweiten Mannschaft aus Bremen nach Offenbach gewechselt, zeigte daraufhin weiter sein Können und besorgte mit einem saube-ren Hattrick den 4:0 Pausenstand. Erwähnenswert ist jedoch auch eine Chance des FCAs in der ersten Halbzeit, als der Ball nach einem Freistoß dem freiste-henden Philip Kremer vor die Füße fiel. Dieser war 7 Meter vor dem Tor jedoch leider zu überrascht von der großen Gelegenheit und vergab. Außerdem verhin-derte der stark aufspielende Yannik Schneider im Tor, dass der OFC noch deut-licher in Führung ging.
Am Ende war ein 4:0 Rückstand wahrlich kein schlechtes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das letzte Testspiel der Offenbacher gegen eine Biebergemünd-Auswahl mit 16:0 endete.
In der zweiten Hälfte dauerte es dann zunächst auch nicht lange, bis das 5:0 fiel. Ob es dann die Hitze, das Training am Vormittag oder doch etwa der riesige Einsatz der FCA-Akteure war, die bewirkten, dass der OFC einen Gang herausnahm, bleibt offen. Letztlich aber gelangen den Profis im weiteren Spielverlauf nur noch zwei weitere Tore. Die restlichen Versuche scheiterten entweder am Aluminium oder am Schlussmann Marcel Wagner, der zur Halbzeit für Schneider den Posten zwischen Pfosten übernahm. Auch der Rest der FCA-Mannschaft wurde zur zweiten Hälfte gewechselt.
Das Highlight der zweiten 45 Minuten war dann wahrscheinlich die Riesenchance von Bastian Bretz, der nach mit einem schnellen Konter rechts freigespielt wur-de und das Leder fein über den Torwart schlenzte und schließlich an der Latte scheiterte. Dieses i-Tüpfelchen wurde dem FCA verweigert. Moderiert wurde das Spiel vom gut vorbereiteten Dominik „Duddi“ Groß aus den Reihen des FCA.
Zum Schluss war es für alle eine unterhaltsame Partie. Viele blieben auch nach der Partie noch ein wenig und ließen den gelungenen Tag zusammen mit allen Ak-teuren bei Essen, Getränken und Musik ausklingen.
Klaus Stillger bedankte sich ausdrücklich beim Organisationsteam und allen wei-teren Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben– allen voran bei Herbert Speth-, vor allem aber auch beim Werschauer SV, der seine Anlage zur Verfügung gestellt hat und ohne den diese Ereignisse sicher nicht hätten statt-finden können.
Nicht vergessen werden sollte aber die Feuerwehr Werschau, die den Verkehr zum und vom Sportplatz weg jederzeit im Griff hatte sowie das DRK Brechen, welches an beiden Tagen Bereitschaftsdienst hatte.
Die Polizeibeamten, die am Sonntag zur Sicherheit aufgeboten wurden, hatten einen ruhigen, aber fußballerisch interessanten Nachmittag verbracht.
(Fabian Schupp, Klaus Stillger)
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