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News

20.10.2011 AH-Bergwandertruppe 2011

Sarntaler Alpen

AH-Bergwandergruppe

Bergwandertour 2011: Sarntaler Alpen / Südtirol


Ein Bericht von Alfred Saal.



Die diesjährige Bergwandertour führte die AH-Bergwandergruppe in das Sarntal. Wir hatten durch die beiden „Youngsters“ Sebastian Frei und Johannes Jung (beide 30 J.) und die „Oldies“ Hansi Frei (66 J.) und Bernd Kasteleiner (62 J.) Zuwachs bekommen, so dass sich die Truppe aus 9 erfahrenen Bergwanderern und 4 „Neulingen“ zusammen setzte.

Schon auf Grund seiner Lage und der verkehrstechnischen Anbindung ist das Sarntal touristisch noch nicht so erschlossen wie viele andere Täler und Regionen in Südtirol. Das Sarntal ist nur von Norden über die Passstraße des Penser
Jochs (Abfahrt Sterzing) oder von Süden (Abfahrt Bozen) zu erreichen.

Pünktlich um Fünf Uhr starteten wir am Sonntag, den 14.08.2011 in Niederbrechen, begleitet von den „passiven“ Bergwanderern und Bergfreunden Boris Flato und B.W. Heun, die sich für eine Woche im Hotel Kaserhof in Vals eingebucht hatten und die „aktiven“ Bergwanderer am Mittwoch zum Abschluss der Tour im Kaserhof empfangen wollten.

Nach einer entspannten und reibungslosen Anreise mit Frühstück in Greding ereichten wir gg. 13.00 Uhr unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz an der Seilbahnstation in Reinswald. Nach dem sich alle das entsprechende „Outdoor-Outfit“ angezogen hatten, brachte uns die Seilbahn in wenigen Minuten von 1492 m auf den Pichlberg in 2130 m Höhe. Seilbahnunfälle gab es dieses Jahr nicht, es war eine Kabinenbahn. Oben erwartete uns ideales Wanderwetter und auf der Sonnenterasse des Restaurants „Pichlberg“ wurde eine kleine Stärkung mit dem obligatorischen „Forst-Radler“ eingenommen.

Um 15.00 Uhr kam das Kommando von „Chef“ Manfred und die Rucksäcke wurden aufgeschnallt. Wir hatten noch 2 Stunden und 200 Höhenmeter Aufstieg vor uns. Der Weg war zunächst leicht ansteigend, verbunden mit einem tollen Panorama auf die Geisslerspitzen, Sella, Langkofel und Plattkofel, Rosengarten und im Hintergrund die Dolomiten. Im Laufe des Weges musste jeder seinen „Wander-Rhythmus“ finden, so dass die Truppe zwangsläufig etwas auseinander gezogen wurde. Die ersten kamen um kurz nach 17.00 Uhr an der Latzfonser Kreuzhütte an, die letzten gg. 17.30 Uhr. Direkt neben der Hütte steht die höchst gelegene Wallfahrtskapelle Europas (2302 m), zu der die Pilger zweimal im Jahr von dem kleinen Ort Latzfons aus in einer Prozession hinpilgern. Wir genossen die Abendsonne vor der Hütte mit einem „Forst-Bier“ und freuten uns auf das anstehende Abendessen.

Das Abendessen war vorzüglich, insbesondere die hausgemachten Brennesselknödel sind hervorzuheben. Südtiroler Wein und zwei bis drei „Willis“ durften natürlich auch nicht fehlen. Es regnete und im Hausflur der Hütte stellten sich zwei Esel unter, die Schutz vor dem Regen suchten. Dies ist kein Witz! Nach Ausage der Hüttenwirtin machen die beiden das immer so, Regen mögen sie nicht. Dieses einmalige Erlebnis wurde mit der Kamera festgehalten und wird beim Bilderabend sicherlich für Gelächter sorgen. Wie üblich war um 22.00 Uhr Hüttenruhe und wir wollten alle ausgeruht für den nächsten Tag sein.

Am Montagmorgen begaben wir uns nach einem guten Frühstück und bei leichtem Nieselregen um 9.00 Uhr auf den Weg zur Flaggerscharten Hütte und bereits nach einer Stunde mussten die Regencapes ausgepackt werden. Der Nieselregen war in starken Regen umgeschlagen und es kam hinzu, dass das Thermometer in kürzester Zeit um einige Grade gefallen war. Ein großer Teil des Weges verlief über Fels und Schotter und jeder Tritt musste gut überlegt sein, um nicht auf den glatten Fels- und Schottersteinen abzurutschen. Dieses Teilstück gilt als das anspruchsvollste des Sarntaler Höhenweges und verlangte uns alles ab. Erst gg.14.30 Uhr begann sich der Himmel langsam aufzuhellen und vereinzelt kam die Sonne zum Vorschein. Um diese Zeit hatten die ersten unserer Truppe bereits die Flaggerscharten Hütte – zum Teil völlig durchnässt – erreicht. Bis 16.00 Uhr waren alle am Tagesziel angekommen und die durchnässten Klamotten und Schuhe konnten im Trockenraum abgelegt werden. Ein „Willi“ erwärmte uns schnell von innen und den Rest besorgte der Kachelofen in der Hütte. Inzwischen stand die Sonne wieder am Himmel, so als hätte es nie geregnet.

Der Abend kann schnell vergessen werden, der Hüttenwirt „zechte“ am Tisch mit Freunden und überließ die Bewirtung der jungen Bedienung, die sich alle Mühe gab; um die vielen Gäste zufrieden zu stellen. Bis alle ihr Essen hatten, war es bereits nach 21.00 Uhr, und alle Gäste beschwerten sich über das Verhalten des Hüttenwirtes, der diese Bezeichnung nicht verdient hatte. Das Tourismusbüro Sarntal wurde bereits mit einer entsprechenden Mail darüber informiert.

Am nächsten Morgen war der Himmel strahlend blau und bei angenehmen Temperaturen und mit getrockneten Klamotten und Schuhen begaben wir uns auf den letzten Teil unseres Weges zum Gasthof „Alpenrose“ am Penser Joch (2211m).
Von der Hütte ging es zunächst 300 Höhenmeter nach oben und danach im Verlaufe des Weges wieder 700 Höhenmeter nach unten. An diesem herrlichen Tag konnten wir bei guten Sichtverhältnissen das Panorama der Sarntaler Alpen so richtig genießen. Zum Schluß des Weges mussten wir noch mal 200 Höhenmeter bewältigen, und um 16.00 Uhr erreichten wir den Gasthof „Alpenrose“. Die Strapazen hatten sich gelohnt, wir verbrachten einen schönen Abend mit köstlichen südtiroler Gerichten. Wir waren im Gasthof fast unter uns und „Wirt Hubert“ ließ sich nicht „lumpen“ und bedankte sich bei den „guten Gästen“ mit 2 „Willi-Runden“. Die letzten 3 Tage wurden noch einmal „Review passieren lassen“ und alle waren sichtlich zufrieden.

Am Mittwochmorgen fuhren die Autofahrer Walter, Seppl, Josi und Manfred Gemmer mit dem Taxi ins Tal, um die Autos zu holen und den Rest der Gruppe am „Penser Joch“ wieder aufzunehmen. Über Sterzing und die Autostrada fuhren wir nach Vals, wo wir von Boris, B.W. und „Wirt Helmuth“ empfangen wurden. Den Rest des Nachmittages ließen wir nach den Anstrengungen der Tour gemütlich im Restaurant Mühle und in der Kurzkofelhütte ausklingen. Nach dem Abendessen wurden die „Fachgespräche“ an der Bar bei einigen Flaschen Wein und diversen „Willis“ fortgesetzt und alle bestätigten den Organisatoren Manfred und Adam eine schöne und gelungene Bergtour.

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